„Wir brauchen Euch!“ – Boys‘ Day in der Goldberg-Klinik

Kelheim, 01.04.2019. Pflegeberufe galten lange Zeit als typische Frauendomäne. Und noch heute herrscht vielerorts ein deutlicher „Männermangel“. Dabei wäre ein ausgeglicheneres Geschlechterverhältnis sowohl für Patienten als auch für die Branche selbst wünschenswert, um im Berufsalltag ein optimales Zusammenspiel männlicher und weiblicher Herangehensweisen zu erreichen. Gerade bei Männern ist vielfach noch unbekannt, welche vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten Pflegeberufe heute bieten. Die „Krankenschwester“ als „Hilfskraft“ des Arztes ist lange passé.

Die Goldberg-Klinik veranstaltet daher jährlich einen Boys‘ Day für Jungs im Alter zwischen 11 und 16 Jahren, um den Schülern einen spannenden Einblick in die Welt der Pflegeberufe zu bieten. Am 28. März nahmen wieder Schüler aus den verschiedenen Schulen des Landkreises teil. Die engagierten Praxisanleiter der Goldberg-Klinik Barbara Strobel, Günter Gassner und Heidi Auer sowie die OTA-Azubis Katja und Theresa gestalteten den diesjährigen Boys‘ Day gemeinsam mit Veronika Habicht, stellv. Pflegedirektorin, und erklärten den Schülern, alles was sie wissen wollten.

Um einen Überblick über die Abläufe in einer Klinik zu bekommen, gab es nach der Begrüßung zuerst eine Führung durch das Haus. Wie sehen die Stationen aus? Wo werden die medizinischen Instrumente aufbereitet? Was machen die Physiotherapie und das Labor?

Bei der KH-Führung erhielten die Schüler unter anderem Einblick in die Arbeit der verschiedenen Stationen, der Notaufnahme, der Technik, des Labors, der Röntgenabteilung, der Küche und konnten bei einer Neugeborenenversorgung (Bild mit Stationsleitung Tanja Jackermeier) zusehen.

Danach ging es in Kleingruppen weiter, die rotierend verschiedene Workshops durchliefen. Im Workshop „Krankenpflege“ lernten die jungen Männer das gegenseitige Lagern, gegenseitiges Essen eingeben, die Funktionen eines Patientenbettes und die Eigenschaften verschiedener Matratzenarten (z.B. der Vakuummatratze). Im zweiten Pflege-Workshop wurden verschiedene Verbandsarten und -Techniken, Blutdruck- und Pulsmessung sowie Techniken des sterilen Arbeitens gezeigt.

Besonders gut kam der dritte Workshop „OP“ an: Anhand einer Puppe konnten die „Nachwuchspflegekräfte“ eine laparoskopische Gallenblasenentfernung durchführen. Die Gallenblase wurde durch einen Luftballon simuliert. Teamwork wurde dabei großgeschrieben. So konnte jeder im Wechsel in verschiedene Rollen schlüpfen: einer instrumentierte (Berufsbild OTA), einer assistierte  und übernahm die Kameraführung und einer „operierte“.

Veronika Habicht freute sich über die positiven Eindrücke des Tages: „Für uns zeigt sich immer wieder: Wenn Jungen sehen, welche abwechslungsreichen und spannenden Aufgaben die Pflege hat, begeistern sie sich für das Berufsfeld genauso wie für z.B. technische Berufe. Das i-Tüpfelchen sind die vielfältige Karrieremöglichkeiten, bis hin zur Pflegedirektion, die eine Pflegeausbildung heute bietet.“

 

Unsere sympathischen Praxisanleiter: Barbara Strobel, Günter Gassner und Heidi Auer

Fotos: Goldberg-Klinik (Veronika Habicht)

 

© Goldberg-Klinik Kelheim GmbH 2018

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